"Der erste Hit von Andi Thon & Band ist nur eine Frage der Zeit" titelte der Münchner Merkur/Weilheimer Tagblatt einen Bericht über das Konzert der Andi Thon Band in Huglfing am 27.Januar. Wer sich von der beeindruckenden Live-Show überzeugen will, hat z.B. am Samstag den 04. Februar im legendären Schlachthof in München Gelegenheit dazu. Im Februar ist die Andi Thon Band zudem beim Videodreh und man darf sich im März auf das Video und die EP "Hoamsinnig" freuen. Nachfolgend der Artikel von Magnus Reitinger für das Weilheimer Tagblatt.
Huglfing – „Richtig gute Unterhaltung mit Anekdoten aus dem wahren Leben“ will der bayerische Songschreiber Andi Thon erklärtermaßen bieten. Und so packt er beim Konzert in Huglfing gleich ins erste Lied eine ganze Menge Leben.
Der eine steht im Rampenlicht, sinniert der aus Regensburg stammende, in Dießen lebende Musiker, und der andere schafft am Bau. Und man denkt sich: Der gute Thon steht für beides, so wie er sich vergangenen Freitag mit seiner Band in der gut besuchten „Waldstraße 4“ präsentierte. Er steht fürs ganz normale Leben der leidlich abgesicherten urchschnittshandwerker und -angestellten, aber auch für die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung auf künstlerische Art, nach einem Leben jenseits der Sachzwänge. „Mir brenna durch“, fasst Thon den Traum in Worte, den wohl jeder von uns Alltagswurschtlern ab und zu träumt.
Andi Thon selbst lebt den Traum immerhin schon mal auf der Bühne – auch wenn es meistens noch recht kleine Bühnen sind. So sympathisch familiär alles daherkommt bei seiner Band, so deutlich ist zu spüren, dass es da einer ernst meint und ernsthaft wissen will. Die oft dreistimmig gesetzten Ohrwurm-Melodien, in die Thon seine gefühlvollen, das Idol Werner Schmidbauer nicht leugnenden Mundart-Texte steckt, passen zwischen Bayern 1 und Bayern 3 in allerlei Radioformate. Sie sind stets gefällig, aber nicht langweilig. Und live leben sie von einem satten Folk-Pop-Sound, wie ihn auch die Schmidbauers-Band in den frühen Tagen pflegte. Schlagzeuger Marcel Renault, ein Urgestein der Rockszene im Oberland und Ammerseeraum, setzt mit Bassist Sven Prumbaum ein perfekt grooviges Fundament. Katja Thon, Gattin des Frontmanns, steuert nicht nur eine gefühlvolle zweite Stimme, sondern auch feine – so einfache wie magische – Klavierlinien bei. Dazu kommt in Marc Schwarz ein zusätzlicher Percussionist, der im Hintergrund hübsche Akzente setzt. Und bei zwei, drei Balladen sorgt Bassist Prumbaum am Cello für kammermusikalische Feinheiten.
Thons Texte sind stets nachvollziehbar – ob heiter à la „Schwubdiwub“, tief ernst („Einsam werdn ma alt“) oder bayerisch derb wie die Zugabe „Scheisshausfliagn“. Würde nach diesem Konzert wohl keinen wundern, wenn der ein oder andere bald im Radio mitgesungen werden kann. Denn der erste Hit von Andi Thon & Band scheint nur eine Frage der Zeit.! MAGNUS REITINGER
Münchner Merkur/Weilheimer Tagblatt 31. Januar 2012
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