DWM0041

1 = 3 = 200. Was wie eine Gleichung außerirdischer Rechenkunst aussieht, ist quasi höhere bajuwarische Mathematik. Falls keine Dechiffriermaschine zur Hand, hier die einleuchtende wie simple Lösung des Rätsels: 1 = Roland Hefter,
3 = drei voneinander unabhängige Projekte mit EINER Konstante, die da heißt: ROLAND HEFTER. Und 200 steht für seine etwa 200 meist ausverkaufte Shows, egal ob solo, im Trio mit dem KELLER STEFF und MICHI DIETMAYR
(3 Männer nur mit Gitarre) oder mit seiner Band ISARRIDER. Ob der 47jährige Musikkabarettist und Musiker ein Phänomen ist, bleibt dahingstellt. Sicher ist Hefter aber ein Publikumsmagnet mit enormen Beliebtheitsgrad. Gerade erst im März 2015 wurde ihm der Publikumspreis beim Liedermacher-Wettbewerb in Kufstein verliehen, sehr zu seiner Freude - unter den Augen seines Vorbildes Fredl Fesl. Aber auch keine Geringere als Monika Gruber zählt zu seinen erklärten Fans. „Ich hau' mich weg mit dem Typen!“ schreibt sie auf ihrer Facebook-Seite und freut sich jedes Mal, wenn Roland Hefter Zeit findet, für sie das Live-Programm zu eröffnen und die Stimmung im Publikum auf den Siedepunkt zu bringen. Sein aktuelles Programm und die brandneue CD (VÖ: 17.04.) heißt „I dad’s macha“. Und wie ers macht!

Frau Gruber irrt nicht, wenn sie Roland Hefter als „Typ“ bezeichnet. Genau genommen sieht er sich selbst so wie der Song „An geilen Typ“ einen ebensolchen beschreibt. Er ist halt ein überzeugter „er selbst“, wofür ihn seine treue und permanent wachsende Fangemeinde seit Jahren und unzähligen Gigs liebt. Egal ob auf der Bühne der Münchner Kult-Musikkneipe „Podium“, auf privaten Festen, Feuerwehrbällen, Vereinsjubiläen oder „a bisserl weiter weg“ auf Oktoberfesten in Kambodscha und Kamerun: Ein wahrlich breites Spektrum weil „geht nicht“ immer wieder vom „I dad’s macha“ überstimmt wird.

Mit seinem gleichnamigen aktuellen Programm bewegt sich der Wortkünstler mit dem 7. Sinn für die Tücken des Alltags gefühlsecht am Puls des täglichen Wahnsinns. Er kennt die vielfältigen Facetten und Verhaltensmuster der Menschen nur zu genau und baut Erlebnisse, Erfahrungen und Beobachtungen aus dem Alltag in seine Lieder ein. Die bisweilen anarchischen Texte prägen den autobiografischen Zyklus der Songs und werden zum akustischen Abbild bairischer / münchnerischer Lebensart. Nichts Neues für Roland Hefter, denn das, was heute als „Heimatsound“-Trend wahrgenommen wird, ist für ihn seit gefühlten 30 Jahren Markenzeichen und Programm. Nicht nur musikalisch, sondern auch mit Gastrollen bei den beliebten Serien „München 7“ und „Der Kaiser von Schexing“ des Bayerischen Fernsehens.

Die Geschichten, die ihn stets zum Schaffen neuer Lieder voran treiben, schreibt sein eigenes Leben oder das, was er in nächster Umgebung mitbekommt, wie von selbst. „Sei entspannt, es gibt ein Leben vor dem Tod“ singt er im Titelsong und macht sich berechtigte Gedanken, dass „morgen schon alles vorbei sein kann.“ Mit hintersinnigem Wortwitz beschreibt er so manch delikate Lebensituation, die man aufgrund bestehender Konventionen nicht ausleben kann, obgleicht man sie sich ersehnt. Hefters entwaffnende Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit manchmal unangenehmen Themen machen den umtriebigen Entertainer nicht nur überaus sympatisch, sondern für viele zur Identifikationsfigur. Nicht zuletzt, weil er mit seiner Menschenkenntnis und fein-sinnigen Beobachtungsgabe sowohl positive wie auch negative Themen anspricht, die viele aus eigener Erfahrung kennen.

Mit seiner charmant-bairischen Art nimmt er die Fans mit in seine Welt, in der es keine Hürde gibt, die nicht doch zu überwinden ist und kein Problem, welches nicht zu lösen ist. Und guter Rat ist bekanntlich nicht teuer. Mit Augenzwinkern wünscht er sich bei „Oane für ois“ Partnerinnen und Produkte so multifunktional wie möglich, mokiert sich in „Des woaß a Jeder“ über Anspruch und Wirklichkeit hinsichtlich bewusstem Leben und gezielter Ernährung und definiert sich der Frauenwelt ungeniert als „An geilen Typ“ und bräuchte sowieso „Mindestens zwoa Leben“ um alles im Leben unterzubringen, was er sich noch so vorgenommen hat.

Durch schier unglaubliche Bescheidenheit („Du bist ned die Nr. 1“) besticht Roland Hefter als Mensch, der mit seiner Musik einfach nur Spaß bereiten und positive Vibrationen auslösen möchte. Und das gelingt ihm ohne Wenn und Aber, egal mit welchem seiner Projekte er auf die Bühne geht. So geht das, wenn man mit sich und der Welt zufrieden ist.

VÖ: 
Freitag, April 17, 2015 (Ganztägig)
Back to Top

Kontakt

Donnerwetter Musik GmbH
Hubert-Beckers-Straße 6
80997 München
info@donnerwetter-musik.de