Veronika Faber

Hieß ihr erstes Chanson-Programm noch „Das Glück ist dunkel“, so klingt die Münchner Sängerin Veronika Faber 13 Jahre später auf ihrem vierten Album „So oder So glücklich“ wesentlich optimistischer. Vielleicht hat sie es ja gefunden, das Glück?! Die 15 neuen Lieder der klassisch ausgebildeten Sängerin kommen jedenfalls sehr vielfältig daher: Vom gejodelten Blues zum beglückenden Popsong, vom politischen Tango bis hin zu mitreißend moderner Volksmusik.

Der Mut, ihre u. a. vom französischen Chanson beeinflussten Lieder mit bayerischen Texten auf die Bühne zu bringen, ist zur Erfolgsstory geworden. „Chansons bavaroises“ steht für ein abwechslungs-reiches Programm mit Liedern, die an die Tradition von z.B. Edith Piaf oder Juliette Greco erinnern. Jedes Konzert ist aber auch ein weltmusikalisches Fest für die Sinne: Unter der musikalischen Leitung des vielbeschäftigten Komponisten, Pianisten und Arrangeurs Michael Armann changieren die Musiker federleicht zwischen Musikeinflüssen aus aller Welt, im steten Wechsel zwischen melancholisch bis zu schwungvoll mitreißend.

Die Lieder aus Veronikas Feder entfalten sich kunstvoll und poetisch zu verdichteten Lebenserfahrungen einer Künstlerin, die sie sich auch als Tänzerin, Choreografin und Tanztherapeutin aneignete. Einem echten Stubnmusi-Abend entsprungen scheint „Ohne Glück glücklich sei“ mit folkloristischen Anklängen an ihre oberbayerisch ländliche Herkunft. Kosmopolitisch dagegen arbeitet sich der Tango „Bum Bum Wachstum“ an den dekadenten Folgen unserer Marktwirtschaft ab, während „Was bleibt“ in der Tradition eines Konstantin Wecker über den wahren Nachlass jedes Individiums sinniert. „Da Blues und i“ ist eine virtuose Wiederbelebung des amerikanischen Blues Yodeling, an dem Jimmie Rodgers seine Freude hätte. Der Münchener Merkur vermerkte 2016: „Die Liedtexte waren besonders, sehr persönlich, nie platt und auf ihre Weise unverwechselbar“. Manchmal sind die Texte auch zum Heulen, wie bei „Ute“, der unvergleichlichen besten Freundin, die es nicht mehr gibt. Wenn man Veronika Faber nach der zentralen Botschaft ihres Albums fragt, dann wird sie antworten: „Lebe hier und jetzt und mach was draus“!

Neben eigenen Texten lässt Veronika Faber auf dem neuen Werk auch zwei andere schlaue Persönlichkeiten musikalisch zu Wort kommen:. So wurde aus Erich Kästners „Entwicklung der Menschheit“ kurzerhand ein „Urwald“ und Kurt Tucholskys „Ideal" steht Pate für einen grandiosen Dialog zwischen Klavier und Stimme.

Auf ihren Konzerten spielt sich Veronika Fabers sympathische Band versiert und lustvoll quer durch viele Genres. Bis in die letzte Zuschauerreihe ist spürbar, dass alle Beteiligten nur von einem Wunsch beseelt sind: Sich selbst und das Publikum glücklich zu machen.

Veronika Faber: Gesang
Michael Armann – Piano
Michael Schöne – Kontrabass
Benjamin Bärmann – Schlagzeug
Lori Lorenzen - Gitarre

Veronika Faber Band Live:
22.11.18 CD-Releasekonzert, München
09.01.19 Volksmusiktage im Fraunhofer, München
17.01.19 Cafe Tavolino, Neuburg a. d. Donau
23.01.19 Pasinger Fabrik, München
17.04.19 Fraunhofer, München
29.05.19 Schlachthof, München

VÖ: 
Freitag, November 23, 2018 - 13:00
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