von: MICHAEL FUCHS-GAMBÖCK
Bis vor gar nicht allzu langer Zeit wurde man als Musiker milde belächelt, wenn man öffentlich bekannte, dass man sich Pop-Musik gepaart mit süddeutscher Mundart verschrieben hat. Lederhose, Volksmusik, das waren die Klischees, mit denen man vor allem von Bewohnern jenseits des Weißwurst-Äquators konfrontiert wurde. Doch spätestens seit sich moderne Bajuwaren wie Hans-Jürgen Buchner alias Haindling, Werner Schmidbauer oder Claudia Koreck in der Musikszenerie vorstellten, ist das Vorurteils-Gelächter verstummt, moderne bayerische Volksmusik - also Musik fürs Volk im besten Sinne des Wortes - wurde als das wahr genommen, was sie ist: authentisch, ehrlich und randvoll mit Emotionen.
Exakt diesen Anspruch verfolgt der Regensburger Andi Thon, seit etlichen Jahren mit Familie am Ammersee zu Hause, mit seiner Musik. Zusammen mit seiner Ehefrau, seinem Schwager und zwei Kreativpartnern, die laut Thon “zur Familie gehören, obwohl sie nicht im Stammbaum auftauchen”, hat er im Frühling 2010 den selbst ernannten “Familienbetrieb” ANDI THON & Band ins Leben gerufen. “Ich habe schon einige Jahre zuvor Texte in Mundart geschrieben”, erklärt der zweifache Familienvater, “wusste aber zunächst nicht recht, in welcher Form ich diese Kompositionen musikalisch umsetzen soll.”